Die Burgruine Wartenstein oberhalb von Lauperswil im Emmental


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    Wartenstein oberhalb von Lauperswil BE

    Äquidistanz der Höhenkurven: 1 m

    Die Mauerbefunde des Turms und der Ringmauer auf dem Burghügel sind als approximativ zu betrachten.

    Plan: Autor, 2020


  • Das Plateau der Burg Wartenstein von Süden her gesehen

    Foto: Autor, 30.6.2013


  • Der Sod am Ostrand der Burgstelle Wartenstein bei Lauperswil BE

    Foto: Autor, 30.6.2013

    Man erkennt deutlich eine halbrunde Tuff-Einfassung des Brunnens, der an die Außenseite der Ringmauer angelehnt war.


    Wartenstein ist eine gewaltige Erdburg mit den Resten einer Steinburg nordwestlich oberhalb von Lauperswil, auf einer markanten Geländerippe unmittelbar vor dem steilen Abhang ins Tal der Emme.

    Als eine der wenigen Burgen im Emmental sind bei Wartenstein noch Reste von Mauerwerk erhalten.

    Der ovale Burghügel hat auf beiden Seiten eine Sprunghöhe von 13 Metern. - Das Burgplateau selbst misst ungefähr 8 x 30 Meter.

    Der Schildwall im Norden hat gegenüber dem inneren Graben eine höchste Höhe (im Osten) von gut 7 Metern und gegen den äusseren Graben hin eine höchste Höhe von 10 Metern.

    Die Aussenwand des äusseren Grabens hat noch eine Sprunghöhe von 2 Metern.

    Gegen Norden wird der Burghügel durch einen mächtigen Schildwall mit einem markanten Spitze in der Mitte geschützt, Diesem folgt im Norden ein weiterer Halsgraben.

    Die steinerne Burg wurde auf dem zentralen Burghügel errichtet und bestand aus einem rechteckigen Turm gegen Süden, sowie einem Bering auf den übrigen drei Seiten. Im Norden der Ringmauer sind noch Reste einer Trennmauer zu erkennen. Den nördlichen Teil des dort wohl halbrund geschlossenen Berings nahm also ein Wohntrakt oder Palas ein.

    Interessant ist ein fast zwei Meter breites Sodloch unterhalb der Außenseite der östlichen Ringmauer. Dieses ist noch heute in einer beachtlichen Tiefe und mit einer Randverkleidung aus Tuffsteinen erhalten. Man muß annehmen, daß dieses durch eine Maueröffnung zu bedienen war, also ohne daß man den Burghof verlassen mußte.

    Wie die meisten Steinburgen wurde auch Wartenstein zur Steingewinnung geplündert. Die genauen Masse des Turmes und der genaue Verlauf des Berings sind deshalb heute nicht mehr festzustellen.

    1965 wurde der Stumpf des Wehrturms in äußerst unpassender Weise durch Abdeckungen aus Betonplatten gesichert. Dies verleiht dem Turmrest heute ein exotisches Aussehen.

    Noch gegen die Mitte des 19. Jahrhunderts war der Turm von Wartenstein hoch aufragend erhalten, wie das Aquarell von Stantz (Abbildung) beweist.


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  • Der Burgturm von Wartenstein BE

    Aquarell von ca. 1850