Die Teufelsburdi bei Winzenried (Belp BE)

Ein besonderer Findling im Bernbiet

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Der Block wird (mit Abbildung) auch erwähnt in dem Buch des Autors:

Die Ursprünge Berns. Eine historische Heimatkunde Berns und des Bernbiets. Mit besonderer Berücksichtigung der Burgen und mit einem autobiographischen Anhang. (2013).


Die Teufelsburdi bei Winzenried (Belp BE). Ansicht von Südosten.

Foto: Autor, 18.11.2013

Ist der Block möglicherweise zubehauen und stellt eine Figur dar? Von dieser Perspektive aus könnte man das meinen.


Die Teufelsburdi bei Winzenried (Belp BE). Ansicht von Südosten.

Foto: Autor, 18.11.2013

Der Autor sieht aus dieser Perspektive die Schnauze eines Walfischs oder eines Haifischs.


Die Teufelsburdi bei Winzenried (Gemeinde Belp, Kanton Bern). Ansicht von Nordwesten.

Foto: Autor, April 1999


Die Teufelsburdi bei Winzenried (Belp BE)

Foto: 4.8.2012


Die Teufelsburdi bei Winzenried (Belp BE). Ansicht von Nordosten.

Foto; 4.8.2012


Die Teufelsburdi bei Winzenried (Belp BE)

Foto: 4.8.2012


Die Teufelsburdi bei Winzenried

Panoramablick von Westen auf das Aaretal. Rechts die nördliche Stirne des Belpbergs.

Ausschnittbild aus:

E.Gerber/K.L. Schmalz: Findlinge; Bern 1948, S. 42

 (Berner Heimatbücher, Nr. 34)


Die Teufelsburdi bei Winzenried

Obwohl man gerne von der "ausgeräumten Landschaft" spricht, so haben sich dennoch auch bei uns einige bedeutende Zeugnisse der Vorzeit erhalten. Die meisten Eigentümlichkeiten sind bekannt, andere muß man entdecken, wenige ausgraben.

Das gilt auch für die Findlinge oder erratischen Blöcke. Einst war die Landschaft des Mittellands übersäht von ihnen; heute haben sich nur noch wenige erhalten - meist als Naturdenkmäler geschützt.

Die sogenannte Teufelsburdi von Winzenried, auch Teufelsstein genannt, ist ein besonderes Naturwunder. Die etwa 4, 5 m hohe Felspyramide liegt am Rande eines Waldes auf einem Moränenzug am Ostrand des Längenbergs, westlich von Belp und östlich des Weilers Winzenried (Koordinaten: 603'630/193'165). - Das Gestein ist ein Gneis aus der Gegend der Grindelwaldner Alpen. - Der Block steht seit 1951 unter Schutz.

Der Block der Teufelsburdi muß von den Alpen bis zu seinem Ablagerungsplatz einen Weg von 75 Kilometern zurückgelegt haben. - Hier fragt man sich, welche Kraft denn solche Steine so weit transportiert haben. - Sogenannte eiszeitliche Gletscher können es nicht gewesen sein. - Das müssen erdgeschichtliche Katastrophen von unbekanntem Ausmaß und Ursache gewesen sein.

In dem oben erwähnten Buch gehe ich in einem Kapitel über dieses Thema ein.

Die Teufelsburdi von Winzenried sieht von Nordwesten aus wie eine riesige Pfeilspitze. Man meint, sie sei zubehauen oder künstlich aufgerichtet. - Von der Südseite her könnte man meinen, es stecke eine Figur drin.

Über die Bedeutung dieses Blocks für die Vorfahren wissen wir nichts.

Dagegen steht fest, daß die Teufelsburdi  in der Vorzeit ein wichtiger Ankerpunkt der Vermessung war.

Zum Fixpunkt Muri-Egg - einem wichtigen Eckpunkt des sogenannten Doppelquadrates von Bern - steht dieser Teufelsstein genau in einer Nord-Süd-Achse.

Ebenfalls sind es von der Teufelsburdi bei Winzenried exakt 15 keltische Meilen (1 Meile = 2225 m) bis zur Storchensäule (Cigognier) in Avenches VD.

Die Teufelsburdi bei Winzenried ist nicht der einzige Findling im Kanton Bern, welcher diesen Namen trägt:

Da gibt es noch die mächtigen Blöcke der Teufelsburdi auf dem Jolimont bei Gals,

Und am Fuße des Gurtens, oberhalb der ehemaligen Gurtenbrauerei in Wabern lag bis 1830 ebenfalls eine Teufelsburdi, auch Ferlistein genannt (vergleiche Der Gurten als einstiger Burgberg von Bern).

Beiläufig soll bemerkt werden, daß die Teufelsburdi von Winzenried heute auch als Kletterstein dient. - In der Fachsprache nennt man das bouldern = klettern (von englisch boulder = Findling, Block, Stein).

Die Teufelsburdi bei Winzenried: ein Neapel- oder Vesuvstein

WINZEN-RIED selbst ist ein Name, den ich in dem vesuvianisch-trojanischen Zusammenhang sehe. Diesen habe ich in dem Buch Die Ortsnamen der Schweiz. Mit einer Einführung über die vesuvianische Namensprägung Europas (20136 erklärt.

Die Konsonantenreihe RT von RIED verlangt nach einer Ergänzung durch ein vorangestelltes  C: also CRT. - Daraus läßt sich CRST, also CHRISTUM, Christus ergänzen.

WINZEN  = VNTS ergibt PNLS (ein T stellt ein umgestürztes L dar). Das PNLS ergibt in der richtigen Reihenfolge NPLS und damit NEAPOLIS, Neapel. Jene Stadt liegt am Fuße des Vesuvs. Und Neapel selbst kann Vesuv bedeuten.

Ganz Europa ist vesuvianisch-neapolitanisch-trojanisch benannt worden, nicht nur jener Ort am Nordosthang des Längenbergs im Bernbiet.