Die Dent de Satarma oder die Roc de Satarma im Val d'Arolla (Wallis/Valais)

Der Kaiseradler über dem Eingang zu dem Walliser Hochtal.

L'aigle impériale dans cette vallée valaisanne.


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Der Roc de Satarma oder die Dent de Satarma oberhalb des Weilers Satarma am Eingang zum Val d'Arolla (Wallis). Ansicht von Südosten.

Foto: Autor, 16.8.2016

Die Sicht vom Tal her lässt keinen Zweifel übrig: Die Felspartie ist künstlich bearbeitet oder nachbearbeitet worden: Der hoch aufragende Pfeiler stellt den Kopf und Hals eines Adlers dar, die beiden flankierenden Felsschultern die Buckel der Flügel.

Der Adler des Kaisers Karl hoch in den Walliser Alpen!


Der Ortsname SATARMA

In Die Ortsnamen der Schweiz (2016) erklärt der Autor den Namen Satarma wie folgt:

SATARMA, entvokalisiert S.TR(M) = SANCTAM TROJAM, Sancta Troja, heiliges Troja

Auch folgende Ableitung ist möglich:

SATARMA, entvokalisiert ST.R(M) = SANCTAM ROMAM, Sancta Roma, heiliges Rom

Beide Erklärungen decken sich mit dem Ursprung des Talnamens AROLLA:

AROL > (C)AROLA > CAROLUS = Karl (Kaisername)


Die Dent de Satarma (Val d'Arolla, Gemeinde Evolène VS): Ansicht von Osten her.

Foto: Autor, 31.8.2013


Die Dent de Satarma (Val d'Arolla VS): Ansicht von Osten, vom Talgrund her.

Foto: Autor, 5.8.2009


Die Dent de Satarma: Ansicht von Südwesten.

Fotos: Autor, 31.8.2013


Die Dent de Satarma: Ansicht von Südwesten.

Foto: Autor, 31.8.2013


Im Val d'Arolla, einem hochgelegenen Nebental des Val d'Hérens (Eringer Tal) liegt ein Weiler mit dem merkwürdigen Namen Satarma.

Satarma liegt auf 1800 m. Und 200 m oberhalb des Weilers, an einem steilen, felsigen Abhang neben der Alp Louché mit dem Lac Bleu (Blausee) ragt ein merkwürdiger, auffälliger und von weitem sichtbarer Felspfeiler in den Himmel. Der Felsen ist länglich und schmal, aus der Nähe gleicht er der Klinge eines Messers.

Der Roc de Satarma ist ein natürliches Felsgebilde. - Aber wer ein Auge dafür hat und wer realisiert, daß man in vorgeschichtlicher Zeit häufig Figuren in Felsen gehauen hat, der stellt sich Fragen:

Ist der Felsen von Satarma künstlich behauen worden? Und was für eine Figur steckt darin?

Von unten sieht der Felspfeiler aus wie ein leicht gekrümmter Finger. Von Süden aber - einer Breitseite - glaubt man ein Murmeltier darin zu erkennen. - Und aus der Nähe betrachtet gleicht der Kopf des Felspfeilers einer Schlange, einer Natter.

Eine neue Betrachtung ergibt, dass die Dent de Satarma von Osten her deutlich einen Adlerkopf erkennen lässt: Man sieht, wie der Vogel seinen Schnabel gegen Himmel streckt. Und der schräge Felsturm wird zu beiden Seiten von niedrigeren Felsen flankiert, welche aus der Entfernung wie Flügel aussehen.

Der Adler ist ein imperiales Tier. Der Name des Tals selbst ist kaiserlich, wie eingangs erklärt.

Das Val d'Arolla = Tal des Kaisers Karl beweist die in der Felsfigur ausgedrückte figürliche Bedeutung.


Die Dent de Satarma vom Talgrund aus. Im Vordergrund Holzhäuser des Weilers Satarma.

Foto: Autor, 2006

Der Adler ist auch aus dieser Perspektive zu erkennen.


Ergänzung: WACKELSTEINE

Bei dieser Gelegenheit sollen auch die sogenannte Wackelsteine erwähnt werden, grosse Felsen, die sich in einem labilen Gleichgewicht befinden.

Hier soll vorläufig nur auf einen Stein hingewiesen werden, den schon Plinius der Ältere in seiner Naturalis Historia erwähnt:

Der Sasso Menicante auf dem Monte Cimino in der Gemeinde Soriano, nördlich von Rom (Italien):