Die Gutenburg bei Madiswil im Oberaargau

Die Burgstelle liegt in freiem Gelände, wird deswegen kaum wahrgenommen.


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Die Gutenburg wird auch erwähnt in dem Buch des Autors:

Die Ursprünge Berns (1213)


Luftansicht der Burgstelle (Burghügel, Graben) auf dem Turmhubel bei Bad Gutenburg

Das Restaurant Bad Gutenburg ist unten links (blau) zu erkennen.

Grafik: Autor


Plan der Gutenburg bei Madiswil

Äquidistanz der Höhenkurven: 1 m

Der geschwungene Pfeil deutet den ursprünglichen Zugang zur Burg an.

Plan: Autor. 2017


Gutenburg: Bild aus der Stettlerschen Topographie

(Burgerbibliothek Bern)


Alte Ansicht des Turms der Gutenburg in einem Plan der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts


Die Burgstelle Gutenburg

Das kleine Dorf Gutenburg südlich von Langenthal bildete mit 60 Hektaren die kleinste Gemeinde im Kanton Bern. Seit 2008 jedoch ist der Ort mit dem südlich gelegenen Madiswil fusioniert.

Das Dörfchen ist bekannt durch den Gasthof Bad Gutenburg. – Weniger bekannt ist, daß der Ort eine bedeutende Burgstelle hat: Im Nordosten des Bades stand auf dem Turmhubel genannten Hügel eine steinerne Burg.

Die Burg (vgl. den Plan) besteht aus einem ovalen Burghügel am Ende eines Geländesporns. Die Motte über zehn Meter hohe Motte ist durch einen Halsgraben im Norden vom Sporn abgetrennt. Im Süden hat der Hügel einen breiten Geländeabsatz, der wohl einen ehemaligen Graben und Wall andeutet.

Das Plateau des Burghügels selbst hat einen ebenen Teil gegen Süden und eine grosse, gegen Osten offene Grube. Auf drei Seiten ist die Vertiefung also eingefasst. Man darf vermuten, dass dies ein ehemaliger Bering mit einem Tor gegen Osten darstellte. Der Turm stand auf der Südseite.

Die ganze Burganlage hatte eine Ausdehnung von vielleicht 90 x 60 Metern.

Weil der Burgplatz nur teilweise mit Bäumen bestanden ist, hat man eine gute Einsicht in die Anlage – und bei schönem Wetter auch eine prachtvolle Aussicht nach allen Seiten.

Die Turmruine der Gutenburg (vgl. die Abbildung) - und damit wohl auch der Bering - wurde zu Ende des 18. oder zu Beginn des 19. Jahrhunderts ganz abgetragen. Mauerspuren sind heute keine mehr zu sehen.

Doch weiter gehört die Gutenburg zu den imposanten Burgplätzen des Kanton Berns und der ganzen Schweiz.

Das Auge und der Kopf des Horus-Falken im Plan der Gutenburg

Wie bei vielen Burgengrundrissen, so ist auch im Plan der Gutenburg bei Madiswil eine Figur zu erkennen. Besonders das digitale Reliefbild (Abbildung) zeigt deutlich einen Vogelkopf, mit der ovalen Motte als Auge.

Digitale Geländeaufnahme (DOM) der Gutenburg

Am ehesten ist das Haupt eines Falken zu sehen. Damit verbindet sich in der alten Mythologie der ägyptische Horus-Falke (vergleiche die zwei Abbildungen).

Das Horus-Auge (oben) und der Horus-Falke (unten)


PS:

Der Ortsname GUTEN-Burg ist gleich zu erklären wie Gettnau (GETEN-Au) und Gotthard (GOTEN-Hard):

Dahinter stehen die Goten, die Guten = die Gottesleute.

Vergleiche das Buch: Die Ortsnamen der Schweiz (2016)


 2010/2017