Die Erdburg Chavailles bei Cottens FR

Un retranchement presque inconnu dans le Bois de Chavailles près de Cottens FR


Das Erdwerk von Chavailles. Darstellung über dem LIDAR-Bild

Die gleichseitig dreieckige Form der Anlage ist bemerkenswert.


Der Abschnittsgraben von Chavailles. Blick gegen Südosten.

Foto: Autor, 20.7.2017


Beschreibung

Östlich von Cottens FR erstreckt sich der längliche bewaldete Hügelzug von Chavailles. Dieser bildet gegen Nordosten einen breiten Sporn gegen den Steilabsturz zur Glane. Der Hügel wird im Süden durch eine talartige Senke, im Norden durch den tief eingeschnittenen Ruisseau de Cottens begrenzt.

Am nordöstlichen Ende bildet der Sporn von Chavailles einen spitzen Winkel mit einem Fußpfad, der zur Glane hinunterführt.

Der erwähnte natürliche Geländevorteil wurde durch die Anlage eines Grabens zu einem geschützten Plateau gemacht. Der noch heute ungefähr zwei Meter tiefe Graben verläuft in einem Winkel von ungefähr 115° in südöstlicher Richtung. Auf der Innenseite ist die Kante leicht aufgewölbt. Die nordnordöstliche Ecke hat gegen Norden einen kurzen Graben oder eine Grube.

Der Abschnittsgraben hat eine Länge von 60 Metern und formt so ein dreieckiges Plateau. Die Messungen zeigen, daß dieses Dreieck gleichseitig ist. Die Gesamtlänge der drei Seiten beträgt ungefähr 180 Meter.

Chavailles stellt eine klassische Erdburg dar, ohne Spuren von Mauerwerk.

Die geometrische Grundform des Erdwerks verdient hervorgehoben zu werden und beweist eine überlegte Planung der Anlage.

Endlich verdient der Ortsname eine Betrachtung:

CHAVAILLES, entvokalisiert CPLS ergibt lateinisch CABALLUS. Die Konsonantenfolge CPLS selbst ist zu unterteilen in C.PLS > S.PLS = S.(N)PLS = SANCTA NEAPOLIS, heiliges Neapel.

Der heilige Paulus der Apostel (S.PLS = SANCTUS PAULUS) selbst ist Neapolitaner. Also hat CHAVAILLES auch einen Bezug zu dieser Zentralfigur des Christentums.